Bischofswiesen gehörte bis 1803 zur Fürstpropstei Berchtesgaden und kam mit ihm 1816 endgültig zu Bayern. Grundherr der Wiesen der Gemeinde war ursprünglich der Bischof von Salzburg, was den Ortsnamen Bischofswiesen erklärt. Am 8. Mai 1155 bis zu einem Gütertausch zwischen Erzbischof Eberhard I. von Salzburg und dem Propst von Berchtesgaden. Der Erzbischof erhielt einen Hof in Landersdorf bei Oberwölbling.
Partnergemeinde ist seit Juli 2005 die niederösterreichische Gemeinde Wölbling. Die Verbindung zwischen beiden Gemeinden ist jener Tausch.
Das von Otto Hupp entworfene und 1929 verliehene Wappen zeigt auf grüner Wiese einen sogenannten Feldkasten, dahinter in blau zwei gekreuzte Bischofsstäbe. Das Blau des Himmels in Form eines Lilienblattes erinnert an Irmengard, die Stifterin des Klosters Berchtesgaden, die in ihrem Wappen sechs Lilien hatte, und drückt die Einverleibung der Bischofswiese in das Stiftsland Berchtesgaden aus.
Im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden spielen in Bischofswiesen mittelständische Gewerbe und Industrie-Unternehmen – insbesondere des Feinmechaniksektors – eine größere Rolle. Daneben kommt dem Tourismus mit rund 283.000 Übernachtungen im Jahr 2004 eine große Bedeutung zu. Der ehemals wichtigste Sektor der Land- und Forstwirtschaft, der überwiegend im Nebenerwerb betrieben wird, ist heute wirtschaftlich nachrangig. Bischofswiesen liegt an der Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden, welche seit 2006 auch von der Linie S3 der S-Bahn Salzburg befahren wird.